Pinterest: Frauen Re-Pin-Queens, Männer Follower-Kings

Da ich ein großer Pinterest-Fan bin, habe ich mir ein paar Gedanken zu einer aktuellen US-Studie gemacht. Diese hat das Nutzerverhalten auf Pinterest untersucht – der Digital Marketing Journal berichtete. Die Erkenntnisse unterstreichen, dass Soziale Netzwerkseiten vor allem eines sind: Sozial.

Der soziale Effekt lässt sich auf den Punkt gebracht wie folgt formulieren: Menschen lassen sich besser von etwas überzeugen, wenn sie wahrnehmen, dass andere bereits davon überzeugt sind.

Hört sich logisch an. Genau dies passt auch zu den Erkentnissen der Studie über Pinterest:

  • Je mehr Follower ich habe, desto mehr Re-Pins generiere ich
  • Je mehr Likes und Comments meine Posts verzeichnen, desto öfter bekommt selbiger einen Re-Pin
  • Je öfter ich Pins poste, desto weniger Re-Pins generiere ich
  • Frauen bekommen im Durchschnitt mehr Re-Pins als Männer

Wir sehen also, dass der soziale Effekt der Offline-Welt genauso in der Online-Welt funktioniert: eine Person mit vielen Followern, Likes und Comments folgende ich tendenziell eher als Personen mit wenigen. Dies scheint auf den ersten Eindruck ernüchternd. Denn: wie sollen Leute, die gerade erst mit Pinterst starten, denn dann schnell eine Schar von Followern generieren? Mit der steigenden Nutzerzahl von sozialen Netzwerkseiten allgemein sowie der zunehmenden Digitalisierung braucht es eben auch ein bisschen Zeit. Auch zeigt sich, dass viel von einer Sache nicht unbedingt auch immer viel hilft. Meistens ist eben doch weniger, mehr.

Auszug aus meiner Pinterest-Seite (Brandevolutions)

Auszug aus meiner Pinterest-Seite (Brandevolutions)

Wie können Unternehmungen die Erkenntnisse der Studie nun gewinnbringend nutzen?

1. Anfangen

Vor allem für Unternehmen, welche noch keine Boards auf Pinterest erstellt haben, sollten nun vor allem eins tun: anfangen. Denn je früher man anfängt, desto eher hat man eine entsprechende Followerzahl aufgebaut – und kann diese dann auch entsprechend nutzen. Natürlich sollte dies nicht in Aktionitis ausarten, sondern das Pinterest-Setup, die Pinterest-Strategie sowie der Pinterest-Content genauso entwickelt und geplant werden, wie die anderen Marketingstrategien auch. Eine Verzahnung der Strategien untereinander lässt sich hier als Erfolgsfaktor postulieren.

2. Frauen > Männer

Zudem stellt die Studie fest, dass 80% aller Pinners auf Pinterest Frauen sind. Dies macht die Plattform meines Erachtens besonders für Frauen-Produkte relevant. Die Themen rund um Körperpflege, Lebensmittel, Kochen, Sport, Fashion und Reisen werden dort heftig geteilt. Ein Grund mehr für entsprechende Unternehmungen (erst Recht die, welche noch keine Boards erstellt haben), diese Plattform für sich zu nutzen um Awareness und Engagement in bzw. mit der Zielgruppe weiter zu entwickeln.

3. Twitter zeitbezogen, Pinterest konsumbezogen

Innerhalb der Studie wurde außerdem die Sprache zwischen Pinterest und Twitter analysiert. Heraus kam eine spannende Erkenntnis: Die Twitter-Sprache lässt sich eher als zeitbezogen beschreiben: morgen, heute, früh etc. Die Sprache auf Pinterest fällt eher konsumorientiert aus: schauen, brauchen, benutzen, wollen. Man könnte also schlussfolgern, dass Twitter für Unternehmen vor allem für Aktualität sorgt, und sich Pinterest vielmehr für Konsum und Engagement nutzen lässt.

Mit diesen Erkenntnissen im Gepäck, wünsche ich Ihnen nun Happy Pinning!

Welche Erfahrungen haben Sie bereits mit Pinterest gemacht?

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